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Wo wir herkommen.

Anfang 2000 gab es noch keine Online-Informationen für Patienten. Wir fanden das immer merkwürdig, denn der Bedarf an Informationen ist hoch. Millionen Patienten und Angehörige interessieren sich dafür, welches Krankenhaus für sie besonders geeignet ist.

Wenn man Experten fragte, warum diese Informationen nicht angeboten werden, so hörte man regelmäßig das Argument: „weil das nicht geht“. Tatsächlich gibt es bis heute auch in der medizinischen Wissenschaft die Diskussion, ob man Qualität in der Medizin messen kann oder nicht.[1]

Das forderte unseren Ehrgeiz heraus; wir wollten zeigen, daß das möglich ist. Und so veröffentlichten wir 2003 den ersten Online-Krankenhausführer für Patienten (der bereits im Jahr darauf vom Sozialverband VdK empfohlen wurde). Inzwischen sind viele diesem Beispiel gefolgt, und das zeigt, daß wir auf dem richtigen Weg sind.


[1] Eine Übersicht bietet z. B. Donabedian, A.: An Introduction to Quality Assurance in Health Care. New York 2003.

Was wir tun.

Eine kürzlich veröffentlichte Arbeit der Uni Bielefeld[2] belegt, daß bisher über die Bedürfnisse des Nutzers von Informationen, also den Patienten, kaum geforscht wurde. Uns ist es aber enorm wichtig, daß wir vom Patienten her denken, also die Informationen so aufbereiten, daß ein nicht medizinisch geschulter Nutzer das findet, was er braucht. (Das ist bei tausenden von Krankheiten mit zig verschiedenen Bezeichnungen, 40 Millionen Datensätzen usw. nicht einfach.)

Wir haben uns damit geholfen, daß wir uns immer wieder gefragt haben: „was würden wir tun, wenn wir als Patient suchen würden?“. Glücklicherweise helfen uns zwei Hochschulen (in Aachen und Essen) dabei, das Angebot zukünftig immer weiter zu verbessern. Wir sind auch der Meinung, daß Patientenorganisationen eine noch aktivere Rolle bei der Gestaltung dieser Systeme spielen sollten.

 

Neben der strikten Patientenorientierung war es uns immer zentrales Anliegen, objektiv und fair zu sein..

Das bedeutet für uns, daß unsere Messungen so genau wie möglich und ohne jede Verzerrung durch Interessen sind. Alle Kliniken werden exakt gleich beurteilt, und keine Klinik kann Einfluß auf ihr Ergebnis nehmen – weder dadurch, daß sie an der Meßmethodik mitwirkt, noch durch Geldzahlungen, noch sonst irgendwie. Das sollte eine Selbstverständlichkeit sein, aber leider wird unsere Abneigung, gekaufte Rankings zu erstellen, im Markt durchaus nicht durchgängig geteilt (um es freundlich zu formulieren).



[2] Bertelsmann Stiftung (Hg.): Bedarf an Patienteninformationen über das Krankenhaus. Gütersloh 2006.

Wo wir hin wollen.

Zukünftig wollen wir noch mehr Informationen anbieten.

Erstens hoffen wir, daß die Patienten dieses Instrument annehmen, um sich gegenseitig zu informieren. Das wäre ein Riesenschritt hin zu mehr Patientenorientierung im Gesundheitswesen!

Außerdem wollen wir zukünftig eine flächendeckende Arztbefragung durchführen. Wir haben immer schon Ärzte befragt, aber die Flächendeckung ist teuer.

Parallel zu unseren anderen Vorhaben werden wir die Barrierefreiheit des Angebotes verbessern.

Helfen Sie uns, Ihnen zu helfen! Informieren Sie Ihre Patientenkollegen über unsere Webseite und geben Sie Ihre Erfahrungen mit Kliniken weiter!